15 August 2006 - 20:21 -- Nichtraucher

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Der Kurzporno am Morgen: Die 120 Tage von Behlendorf

"What the fock...?"


Als Mel Gibson aus seinem traumlosen Alkoholikerschlaf erwacht, dröhnt ihm der Schädel, seine Zunge klebt wie angebacken an seinem Gaumen und seine Eingeweide rumoren, aber das kennt er ja bereits, das ist nichts Neues. Neu ist, dass er sich fühlt, als hätte er einen Bullen gevögelt, sein bestes Stück glüht, seine Testikel fühlen sich an wie Wassermelonen und alle Knochen ächzen. Er will sich aufrichten, wird aber von stramm geknoteten Stricken an seinen geschundenen Handgelenken zurückgehalten. Mühsam und mit verschwommenem Blick schaut der kräftig gebaute Australier um sich. Ja, er scheint tatsächlich an das massive Gebälk am Kopf des Bettes gefesselt zu sein, mit ausgestreckten Armen, geradezu gekreuzigt, sein Öberkörper ist zudem von blutigen Striemen gezeichnet.

"What the fock..."? krächzt Gibson.
"Guten Morgen, Rassistenarsch!"
Mel fährt zusammen, wer liegt da neben ihm? Er dreht den steifen Hals, bis seine Wirbel gefährlich knacken, seine Beine, das merkt er jetzt erst, sind ebenfalls an das Bett gebunden, er liegt so hilflos da wie ein neugeborenes Baby. Und genauso nackt, wie er irritiert feststellt.

"Na, bereit für eine neue Runde?" Henryk M. Broder grinst seine jüngste Eroberung gehässig an und fährt sich selbstgefällig durch die üppige Brustbehaarung. Seine mächte Männlichkeit war bereit lange vor dem glücklosen Regisseur fragwürdiger Historiendramen erwacht und räkelt sich lüstern auf Broders Oberschenkel. Gibsons Blick weitet sich entsetzt, als er die verwerfliche Absicht des scharfzüngigen Feuilletonisten erahnt.

"Get ya focking hands off me, will ya, you focking bastard!!" schreit Gibson heißer, aber Broder kniet bereits über ihm, nackt wie Jahwe ihn schuf, und nun erst sieht Gibson die schneeweiße Kipa auf dem Kopf seines Peinigers.
"Ja," höhnt Henryk M. Broder, den der Schrecken seines Bettgefährtens sichtlich erfreut, "ich bin nicht nur latent bisexuell, sondern auch ein, wie sagtest du "dirty zionist", was dich gestern Nacht übrigens nicht gestört hat, wir hatten viel Spaß, erinnerst du dich nicht?" Dabei schwenkt er seinen Johnny vor Gibsons schreckensstarren Augen und pfeift "Hava nagilah".

Der erzreaktionäre und nun doch beinahe mitleiderregende Filmverbrecher bleibt die Antwort schuldig, zu sehr ist er damit beschätigt, sich richtig scheiße zu fühlen. Außerdem versteht er kein deutsch.
"Du bist in den Arsch gefickt, mein lieber Mel!" konstatiert Broder sachlich und bringt mit routiniertem Pumpen seinen Riemen in Hab-acht-Stellung.
"If you fock me, you focking jew, I'll fock you..äh, I mean...I'll... I'll KILL you!" röchelt Mel Gibson in höchster Not, doch Broder ist nicht zu beeindrucken. "Tja, selber schuld, wenn du mich blöd anmachst! Sauf halt das nächste mal nicht soviel, wenn du auf ne schnelle Nummer aus bist!"

Mit geschickten Griffen spreizt der umstrittene Publizist die geradezu ekelhaft behaarten Beine der Ex-Hollywoodgröße, bevor er nun erneut deren pralle Arschbacken spaltet. "FOCKING GERMAN NAZI-PIG!!!111" kann Gibson noch heulen, bevor ihm ein Stakkato kraftvoller Stöße den Atem nimmt.

"Hihihi, german Nazi-pig, das ist gut, das ist sehr gut.." kichert Günter Grass und ein Speichelfaden zittert ihm im Schnörres. Er trägt, wie seit Tagen schon, seine tiefschwarze Ausgeh-Uniform der Waffen-SS, die silberne Koppelschnalle auf Hochglanz poliert, die Knobelbecher spiegelblank gewichst. Mit der linken Hand knetet sich der greise Nobelpreisträger erregt die stetig wachsende Beule im Schritt, mit der Rechten tippt er rasend schnell am letzten Kapitel seiner Memoiren "Bekenntnisse eines Schweinehunds", das neue Opus Magnus des Literaturtitanen. Ein Buch, das leider nie erscheinen wird, da bereits Minuten später ein Komet, zweimal so groß wie die Erde, die ganze unappetlitliche und auch zugegebenermaßen frei erfundene Szene mit der Litospähre unseres Mutterplaneten zu einem unlösbaren Kudelmuddel verbacken wird. Ende.






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