27 März 2006 - 14:45 -- Nichtraucher, hatata

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Kleines Musikgeplauder – Franz Ferdinand, The White Stripes und Neil Young


Franz Ferdinand – You Could Have It So Much Better
Wirklich sehr sehr gute Scheibe, ein zweites Album, dass das Debutalbum fast oder sogar real übertrifft. Weniger tanzbar, aber selbstsicherer, sie erinnern nicht mehr so oft an andere Bands, sondern mehr an sich selbst, was natürlich bei einem zweiten Album auch leichter ist.

Wie schon bei Scheibe 1 gibt es zuviele Ohrwürmer, um einzelne herauszuheben.. "Elanor put your boots on" ist superschön. Okay, tief ins Beatles-Glas geguckt, aber warum nicht, man muss den Liverpoolern erst mal so souverän huldigen können, ohne sich lächerlich zu machen.

"Do you want to" könnten auch die Kinks 1966 aufgenommen haben, ein bisschen retro ist das Ganze ja schon. "Fade together" ähnlich, eine grandiose Ballade. "You're the reason I'm leaving", was für ein toller Song zum Autofahren! Und so weiter, eigentlich fällt mir zu jedem Song was Nettes ein, das muss ein Album erst mal schaffen.Denn oft erwartet man ja bereits, dass auch immer ein paar Füllstücke dabei sind, die man beim Durchhören halt vorskipt. Hier nicht.


Nichts passt so gut, um hinter Franz Ferdinand hinterhergeschoben zu werden wie The White stripes.

Genauso retro, aber ne Ecke brutaler. Ach, ich liebe diese Band mehr und mehr! Die können auch einfach mit einer einzelnen Gitarre einen langen, absurd hohen und sehr sehr schmerzvollen Ton machen und es rockt immer noch. Sehr hohes Rhythmusempfinden blabla Musiklehrergeschwafel, und immer ist alles knochentrocken, das ist mir wichtig, ich muss die Instrumente auseinanderhalten können. Da sind die White stripes natürlich erste Wahl, viel reduzierter geht's kaum noch.

Yeah!

Morgen kauf ich mir was von System of a down

Nichtraucher

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Ich höre gerade "Mansion on the Hill" von Neil Young in der Live-Version vom "Weld"-Album... und bin mal wieder äußerst verzückt. Mr Young zusammen mit seinen Kumpels von Crazy Horse, und das at his best.
Ein von der Struktur her recht simples Stück, nicht zu verwechseln mit dem gleichnamigen Track von Bruce Springsteen, welcher wiederum von Johnny Cash gecovert wurde (auf der Platte "Badlands: A Tribute to Bruce Springsteen's Nebraska").
Satte Gitarren, rockiger, langsamer Rhythmus, nicht umsonst nennt man ihn auf den Godfather of Grunge. Schon das Intro für die Ewigkeit, ich zumindest fühle mich gleich wie zuhause. Der ganz spezielle Young-Gitarren-Stil, technisch nicht besonders anspruchsvoll, aber wenn man den richtigen Zugang dazu findet, passt einfach jeder Ton, speziell bei den Solos.
Es erinnert mich an meine Zeit in NZ, in der ich den guten alten Neil zum ersten Mal exzessiv hörte, und meine zweite Platte war eben die Weld. Ich lag viele Stunden mit einem der allerersten tragbaren CD-Abspielgeräte, es muss mindestens fünfzehen Jahre alt gewesen sein, in meinem Bett, und ließ mich von der Musik davontragen.
Young, Hendrix, Marley... die Klassiker eben.

There's a mansion on the hill
Psychedelic music fills the air
Peace and love live there still
In that mansion on the hill.


Hach, ich bin eben doch vierzig Jahre zu spät geboren... smilie

Around the next bend, take the highway to the sun
Or the rocky road, it really don't matter which one
I was in hurry but that don't matter now
'Cause I have to get off that road of tears somehow.


hatata