14 März 2006 - 20:25 -- Ramujan

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Die Vier-Millarden-Pixel-Kamera


Moderne Digicams rastern die Welt mit vier bis sechs Millionen Pixeln. Geräte mit vier oder fünf Megapixeln machen das möglich. Aktmodelle in modernen Fotostudios werden in doppelt so viele Bildpunkte zerlegt. Geräte mit zehn bis zwölf Megapixeln machen das möglich. Das da oben sind Graham Flint und Catherine Aves: Die beiden haben eine Kamera, die die Welt mit vier Milliarden Pixeln sieht.

Eigentlich verwendet man so hohe Auflösungen, um den Sternenhimmel abzulichten. Die beiden haben ihre Kamera jedoch in ein Köffernchen gepackt (so klein und handlich wie ein digital fotografierender Verkaufsschlager mit den besten Empfehlungen des grinsenden Media-Markt-Verkäufers ist sie dann leider doch nicht) und haben Amerika fotografiert.

Das sieht dann so aus:


Machen wir ein kleines Suchspiel, so ähnlich wie jene, die sich gerne auf den hintersten Seiten von Zeitungen befinden. Wer findet die Taube in dem Bild oben? Dazu einmal genau den Pavillion anschauen. Ganz nah drangehen:


Und jetzt gucken wir uns den linken Bildteil etwas genauer an; dort befinden sich Figuren an den Ecken eines ornamentierten Quaders. Und die Taube mittendrin.


War doch gar nicht so schwer.

Auch ein Beispiel für die exorbitante Auflösung des Physiker-Spielzeugs:


Ein Football-Stadion, dieses hier steht in San Diego. Das Original-Bild passt unkomprimiert kaum auf eine DVD und verschlingt über sechzig aneinandergeklebte Standard-17-Zoll-Monitore (wenn ich mich nicht verrechnet habe), um vernünftig dargestellt zu werden. Dafür kann man dann auch den Text auf den Fan-Transparenten lesen. Yuppieh!


Mehr davon gibt es hier.